


BEAMTINNEN MIT FANTASIE
Werkserie, 2025
Den Ausgangspunkt von „Beamtinnen mit Fantasie“ ist die Auseinandersetzung mit dem „Experiment Straßenkunst“, ein Straßenkunstprogramm was Anfang der 1970er Jahre in Hannover stattfand. Über eine Laufzeit von vier Jahren wurden etwas mehr als 30 künstlerische Objekte dauerhaft im Stadtraum platziert. Es gilt als eines der ersten Momente in der damals noch jungen Bundesrepublik, in der eine städtische
Kommune Kunst im öffentlichen Raum finanzierte. Die ortsspezifische Werkserie basiert auf dem durch die städtischen Verwaltung archivierten Bildmaterial, welches die damalige Rezeption dokumentiert. Dabei fokussieren die raumgreifenden Objekte, die im Innenraum und an der Fassade des Ausstellungsort installiert sind, die partizipative Aktion „Kontaktkunst“.
Die Auseinandersetzung mit der Diskussion, in welchem Verhältnis Kunst, Bildung und politische Bewusstseinsbildung stehen und wie Kunst und Aktivismus zu sozialer Gerechtigkeit beitragen und die Demokratie stärken können, ist hierbei zentral.
Dass die sozialen Fragen der 1970er Jahre in der Gegenwart weiterhin dringlich sind, wird durch eine skulpturale Textarbeit thematisiert. ‚Conscience - the ultimate weapon!‘ ist von Fragensammlungen feministischer Consciousness-Raising-Groups der 1970er inspiriert und bringt eigene Fragen mit Fragen mit denen von Freund*innen zu den Voraussetzungen für gesellschaftliche Teilhabe zusammen.
Die Arbeit wurde durch das Kulturbüro der Stadt Hannover in Auftrag gegeben und war im Rahmen der Ausstellung "Public Parts I" in der städtischen Galerie KUBUS 2025 zu sehen.
Kuratorinnen: Nora Brünger und Leona Koldehoff
Mit Sabine Müller, Sanford Wurmfeld und dem Stadtarchiv Hannover
Ausstellungszeitraum: 15.03. bis 13.04.2025
Fotos: Andre Germar


















